Forum Homo Harmonicus

16 September 1964 …..  und 35 Jahre danach 

  

A. Einleitung 

  

Ich bin überzeugt, dass alles - alles, was im ganzen Weltall geschieht - von einem transzendentalen, göttlichen Kommandopult geschaltet und verwaltet ist. Es gibt keinen sinnlosen "Zufall", alles hat einen Sinn, ob wir dies anerkennen oder nicht. Und den Sinn deute ich im positiven Sinn, d.h vor allem auch von der grössten Katastrophe können wir etwas lernen. Schlussendlich sind alle irdisch negativen Geschehnisse nützlich. 

  

So war es auch mit meinem Unfall vor 35 Jahren in Bellinzona. Heute möchte ich nicht über die schon längst bekannten Umstände und den Ablauf des fast tödlichen Unfalls sprechen - die kennt ihr alle sicher genügend - sondern über die Sinnfindung und den Sinn-Nutzen durch eine philosophische Betrachtung nach 35 Jahren. 

  

Heute weiss ich dass ich vor der Zeugung alle Parameter des zukünftigen Lebens selber gewählt und bestimmt hatte und auch alle Proben, die für meine geistige Entwicklung dringend nötig waren, Gott hat mir die Fähigkeiten und die Kraft gegeben auch alle zukünftigen Proben bestehen zu können. Alle irdischen Parameter waren aber Motivationen - oder besser gesagt - als Hürden, Erschwernisse ausgedacht ..... sie waren echte Lehrmittel für die Entwicklung. 

  

Leider habe ich mein Leben anfänglich nicht als Schule betrachtet und die von mir selbst früher gewählten Aufgaben, nämlich: Hilfe für meine Mitmenschen, nicht richtig erfüllt. Ich habe alles viel zu leicht genommen, die kosmischen Aufgaben nicht richtig erfüllt, da ich viel zu egozentrisch war. 

  

Mein Unfall vor 35 Jahren war für mich nicht "eingeplant". Nichts deutet im Geburtshoroskop oder in Handzeichen darauf hin. Er war die Folge meines zu irdischen Lebenswandels und als Mahnung als Therapie von Gott ausgedacht. 

  

B. Jugend in Budapest 

  

So wurde ich in Budapest im Sternkreiszeichen Wassermann mit Waage-Aszendent, als körperlich sehr gesunder Junge in eine gutbürgerliche, intakte katholische Familie hineingeboren. Meine Mutter war eine Künstlerin, Arkay Lidia, mein Vater Direktor bei der Staatlichen Unfallversicherungsgesellschaft (OTI). Das Erbgut von meinen Eltern sowie die Talente, Veranlagungen, habe ich bewusst gespürt. Meine Talente wurden von meinen Eltern, Großeltern und Verwandten sofort erkannt und mir wurde irdisch in eine gute Start-Position für das kommende Leben geholfen. Es fehlte mir nichts für eine gute Karriere. Die Grundlage meiner Erziehung war die tief religiöse ethische Überzeugung der Eltern, die durch gegenseitige Liebe geprägten Verhältnisse, die in der ganzen Großfamilie dominierten. Positive Ambitionen und Ehrgeiz waren die Triebfedern meiner zukünftigen Karriere. Ich war sehr strebsam, fleissig und zielbewusst. Meine angeborenen Fähigkeiten und Talente nützte ich voll aus. Dass ich überall im Alltagsleben erfolgreich war, wurde mir schon in meinen Jugendjahren selbstverständlich. Ich war der Beste im Gymnasium in allen Fächern (ausser Deutsch). Sofort wurde ich auch Pfadi-Leiter. Als Gymnasiast gewann ich den Landeswettbewerb für Mathematik. Ich erhielt ein Stipendium des „British Coucil“, um in England, und ein anderes von der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, um in Deutschland zu studieren. Meine Matura bestand ich mit Auszeichnung. 

  

In den verschiedenen Sportarten bewährte ich mich mit Leichtigkeit. So gewann ich das Juniorn-Tennis-Turnier von Balaton und die Junioren-Meisterschaft in Budapest im Säbel-Fechten. Ich gewann Medaillen an diversen Jugend-Schützen-Veranstaltungen. Auch im Segeln erreichte ich die besten Resultate. Mit 17 Jahren gewann ich die erste ungarische Meisterschaft, gefolgt von vier weiteren und vielen Länderkampf-Siegen. 

  

Nach meinem Diplom mit Auszeichnung als Architekt erhielt ich interessante Aufträge und wurde sogleich Büroinhaber. Im gesellschaftlichen Leben war ich auch im Mittelpunkt. Schöne junge Frauen umschwärmten mich. Ich war der Ball-König in Budapest, nicht gewählt, aber effektiv. Ich hatte ein sorgloses erfolgreiches, goldenes Leben gehabt, wobei ich mich immer mehr und mehr selbstbewusst und überheblich vom Geistigen abwendete und mich im irdischen Leben voll integrierte. Der „Stefan“ war ein erfolgreicher Glückspilz. Mein Leben war ausgefüllt, interessant, faszinierend, „irdisch“ sehr gelungen. 

  

Langsam wuchs in mir ein egoistisch orientiertes Selbstvertrauen und eine Erkenntnis, dass mir alles gelingen wird, was immer ich will. Warum? Darüber habe ich nicht nachgedacht. Dies waren die Hürden irdisches Gelingen, Ichbezogenes Verhalten, nicht helfend für die anderen da zu sein, verfolgen von egoistischen Zielen. Ebenso habe ich nie nachgedacht was ich noch – ausser irdisch ausgerichtete Erfolgsziele zu haben – tun sollte. Was könnte ich besser tun? Warum bin ich auf Erden? Was für Aufgaben könnte ich noch haben? Wie könnte ich mein Erden-Dasein für andere Menschen gut nützen, nicht nur immer für mich – für mich – egozentrisch, ich betont? 

  

Ja, ….... aber Gott? 

  

Das ist wohl ein schönes Kindermärchen, dachte ich, es hat sicher „etwas“ dran. Aber mein Leben, mein Alltag war nicht auf Gott ausgerichtet. Er war für mich ein legendenumworbener, unsichtbarer „Schirmherr“, eventuell ohne praktische Einwirkung auf das Leben. 

  

  

  

  

C. Krieg – Revolution 

  

Dann kamen die schwierigen Zeiten. Am 17. März 1944 erfolgte der Einmarsch der Deutschen in Ungarn, dann die Verhaftung unseres Staatschefs, Admiral Miklos Horth, die Eliminierung der Regierung, die Einsetzung eines Nazi Schattenkabinetts, der Anfang der Verfolgung der Juden, das Herrücken der sowjetischen Armee vom Osten, die Einschränkungen aller möglichen Rechte …. Es erfolgte meine Einberufung ins Militär mit einem Katz- und Mausspiel beim Einrücken. Unter der Herrschaft der Nazi-Armee tauchte ich schlussendlich als Deserteur in den Untergrund im Herbst 1944 richtete meine Familie in unserem grossen Haus ein Heim ein für verwaiste Kinder, welches ein Nest des politischen Widerstandes gegen die Nazis wurde. Das Not-Kinderheim wurde unter den Schutz des Internationalen Roten Kreuzes gestellt. Ich wurde dort unter einem Decknamen als Hilfsarbeiter engagiert. Gitta Mallas, Lilly Arkay usw. wurden legendäre Heldinnen in der Menschenrettung auch von Juden vor den Naziis in unserem Haus. 

  

Ich persönlich wurde einmal verhaftet und in die Marschkolonne zum Internierungslager nach Deutschland eingeteilt. Dank einem Volltreffer während eines Luftangriffes in den Keller der Schule, wo wir zusammengepfercht eingesperrt waren, konnte ich mit viel Glück fliehen. 

  

In unserem Haus konnten wir 54, von ihren Eltern verlassen, zwischen 2 – 12 Jahre alte Judenkinder unter falschem Namen retten. Nur zwei sind in unserem Keller gestorben. Die anderen konnten wir mit List und Tricks vor den Nazis und später vor den Russen lebend durchbringen. Einmal wurde mir die Beschaffung von Euromyzin für Kinder mit Keuchhusten über die Front fast zum Verhängnis. Doch ich konnte mich in der lebensgefährlichen Situation vor den Russen durch sicheres Auftreten vor der Erschiessung retten … und ….. und …. es ist einfach gelungen. Wer hat mir geholfen? Ja natürlich immer mein privates Glück dachte ich. 

  

So kam das Ende des Krieges in Budapest Anfang Februar 1945. Es resultierte eine schreckliche Bilanz: Tote in der Familie, unser Haus und meine Wohnung waren ausbombardiert. Wir hatten alles verloren und ertrugen unbeschreibliches Leiden wegen Wasser- und Nahrungsmittelmangel in nicht geheizten, ausgeraubten Wohnungen ….. Doch mit mir passierte nichts. Ich habe alles irgendwie überlebt. Wir arbeiteten an der Ruinenbeseitigung und am provisorischen Wiederaufbau. Der Lehrstuhl für Städtebau an der Technischen Hochschule wurde neu eingerichtet, wo ich allein als rangälteste lebende Lehrkraft geblieben war. Es brauchte viel, viel Kraft, Motivation, Lebensfreude und Selbstvertrauen. 

  

Ich habe im Krieg Gott vollständig abgeschrieben, weil mein Kopf dachte: wieso kann ein angeblich liebevoller Gott alles was wir durchleben mussten zulassen? Warum straft er uns so hart, obwohl wir eigentlich gute, gläubige Menschen waren? Diese vielen „warum“, „warum“, endeten beim vollständigen ignorieren Gottes. Einzig real war für mich mein Körper, der arbeiten konnte, mein Geist, Intellekt, der etwas ausdenken konnte. Ich war allein. Rund herum war kein Gott aus den lieblichen Märchen, der mir helfen konnte. Ich war für mich einzig richtig. Ich konnte nur mit mir rechnen. Gott war in die Ferne gerückt. Ich glaubte nur an mich und an meine irdischen Fähigkeiten. 

  

Die schweren Zeiten des Wiederaufbaues, gepaart mit Familiengründungssorgen, der Kampf um das tägliche Brot, der Kampf gegen die kommunistische Umwelt, zeichneten die kommenden nächsten Jahre. Ich heiratete, bekam zwei wunderbare liebe und sehr reife Mädchen. Die Ehescheidung erfolgte wegen „politischen Gründen“ beim Volksgericht in Schnellverfahren auf Anzeige und Wunsch meiner Frau, da ich immer noch nicht in die Parteilinie einlenkte und so konnte sie als überzeugte Kommunistin nicht mit mir zusammenleben. Mein dramatischer Neuanfang mit zwei kleinen Mädchen, mit Tag- und Nachtarbeit, um überleben zu können, die Stabilisierung meiner Existenz ….. waren die Hauptaufgaben der kommenden Jahre. 

  

Eine merkwürdige Russlandreise, mein sehr riskanter Unterricht als Dozent an der Technischen-Hochschule, die Erlaubnis wieder segeln zu können auf dem Balaton, meine inzwischen geheimen Arbeiten für Nachrichtendienststellen gegen die Sowjetmacht waren eine Gratwanderung – tagtäglich …. Die nächsten Jahre hatte ich mit irdischen Existenzproblemen zu kämpfen, anstatt zu philosophieren und ich studierte ständig verschiedene Fluchtmöglichkeiten in die freie Welt mit meiner neuen Familie. Ich heiratete zum zweiten Mal – eine liebe, auch durch Deportation und Zwangsarbeit geprüfte Frau. 

  

1956 brachte dann die Wende. Die neue liberalere politische Welle hatte mich beflügelt. So wurde ich am 22. Oktober 1956 anlässlich der historischen Studentenversammlung an der Technischen-Hochschule „per Zufall“ als Sprachrohr der Freiheit erkoren. Die erste Abfassung der Menschenrechte in 10 Punkten von mir, geschrieben in meinem Fiat Topolino und deren Veröffentlichung wurde ein Initialzünder der Revolution, welche einen Tag später, am 23. Oktober 1956 ausbrach. Wegen dieses „Verbrechens gegen den Sozialismus“ wurde ich im Frühjahr 1967 – im Abwesenheitsverfahren – zum Tod durch den Strang verurteilt. 

  

Aber vorher kämpfte ich in erster Linie gegen die Russen, die wir aus Budapest vertreiben konnten. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit und Freiheit habe ich die Neutralitätsdeklaration der ersten Regierung von Imre Nagy ins Englische übersetzt und den Amerikanern zugespielt. Die Euphorie ging aber bald zu Ende. Am 7. November 1956 musste ich mit meiner Familie unter dramatischen Umständen flüchten. Unterwegs nach Westen erfolgte vorübergehend die Festnahme durch die Russen, dann folgte die Überquerung der österreichischen Grenze über noch nicht geräumte Minenfelder. Ich kam in Wien an ohne Schuhe, aber in meinem kleinen Topolino, mit meiner Familie und einem elternlosen, kleinen Flüchtlingskind. 

  

Ich bin durchgekommen. Im Krieg und während der Revolution blieb ich „per Zufall“ unverletzt weil ich „Schwein“ hatte. Über Gottes Führung habe ich mir keinen einzigen Gedanken gemacht. Es ist alles gut gelungen …... und es war selbstverständlich – weil ich ein toller Mensch, ein guter Sportler, ein rational denkender Techniker war. Gott war im Spiel nicht dabei ….... 

  

  

D. Aufbau in der Schweiz (37. - 44. Lebensjahr) 

  

Wir kamen in der Schweiz an als mittellose beraubte arme Flüchtlinge. Die Schweiz hat uns beispielhaft aufgenommen. Dann kam die Wohnortswahl, die Orientierung betreffend Eingliederung, Arbeitssuche, Existenzmöglichkeiten. Ein neues Leben begann. Dazu brauchte ich 100 %-igen Einsatz, meine vollen Kräfte, die irdisch richtige Planung, viel Geduld, Einsicht, Energie, Strebsamkeit, Zielbewusstsein usw. Ich war 37 Jahre alt und hatte einen unaussprechlich grossen Nachholbedarf. Ich wollte meine Existenz neu gründen – und das gelang mir auch. Ganz unten habe ich neu angefangen. Ich war zuerst in zwei renommierten Architekturbüros. Otto Glaus und Hans von Meyenburg, als Architekt angestellt, wollte mich jedoch selbstständig machen. Mein gutes Schicksal half mir grossartig. Mein irdischer Einsatz wurde belohnt. Schon bald konnte ich zwei Architekturbüros (Zürich und Lugano) eröffnen. Bei anonymen Wettbewerben erhielt ich von Privaten lukrative Aufträge. Finanziell ging es mir immer besser und besser. Ich konnte beginnen, mein Haus im Tessin zu bauen. Im Segelsport war ich ein „Senkrechtstarter“ Fünf Mal gewann ich die Schweizer Meisterschaft in der Star-Klasse; ich war Olympia-Auswahl-Sieger und Teilnehmer an der Olympiade 1960 in Roma / Napoli. Ich erdachte und lancierte ein neues Bausystem, das JANKOSWISS-Baukastensystem mit vorfabrizierten Bauelementen welches in 16 Ländern patentiert wurde. Für diese Erfindung erhielt ich auch Preise. Rechts und links hatte ich viele schöne Frauen. Meine Kinder wuchsen heran und bald erarbeitete Agnes ihr Diplom als Kinderpsychiaterin und Martha wurde dipl. Architektin ETH. Meine Frau unterstützte mich vollkommen. 

  

Irdisch hatte ich einen wunderbaren Start. Ich musste vieles neu erlernen, besonders die materialistische Einstellung und das Ich-Denken der Schweizer. Und es funktionierte bei mir immer besser und besser. Ich wurde ein völlig materialistisch denkender, gottloser Erfolgsmensch …. na ja …... ein Wassermann von bester Qualität. 

  

Gott brauchte ich gar nicht. Was ich erarbeitete, hatte ich mir mit meinen Willen und meinen Kräften erreicht. Niemand half mir, besonders Gott nicht, dachte ich damals. In die Kirche ging ich mit meiner Familie als Werbung.d.h. Um zu zeigen, was für ein guter zukünftiger Bürger ich sei. Ich wollte präsent sein, um das Vertrauen von potentiellen Bauherrschaften zu wecken. 

  

Und es ging mir gut! Gott hat mir jedoch mehrmals Zeichen, Winke gegeben, die ich einfach ignorierte. Ich brauchte ihn, die alten, kindischen, primitiven Gott-Begriffe, nicht. Nur ich war für mich richtig. 

  

  

E. Unfall 16. September 1964 und seine Bedeutung (im 44. Lebensjahr) 

  

Aber Gott hat mich nicht vergessen. Er liebte mich auch dann, wenn ich ihm den Rücken kehrte. Ich habe die Zeichen seiner liebevollen Führung nicht verstehen wollen, sie einfach ignoriert. Obwohl – wie ich jetzt nachgedacht habe – er sich immer wieder in Form von irdischen „Zufällen“, Situationen in denen ich einfach „Schwein“ gehabt habe, in unerwarteten Erfolgen im Geschäftsleben und in glücklichen Entwicklungen usw. manifestiert hatte. 

  

So z.B. passierten mit göttlicher Hilfe irdisch unvorstellbare Dinge, die ich nie als solche akzeptiert hatte. 

  

- Wunderbare Auffindung von mehreren Kisten voll mit Seglertrophäen 

  

- Gefundene Mietzinssumme bei vollständiger Zahlungsunfähigkeit 

  

- Unerklärliche Rückkehrmöglichkeit von Moskau. 

  

- Entkommen von einer russischen Patrouille während der Fluchtmöglichkeiten 

  

- Überquerung der Minenfelder an der Grenze Österreich / Ungarn mit der ganzen 

Familie mit „Versprechen“ dass ich eine Kirche gratis dafür planen werde 

  

- Einlösung des Versrpechens nach genau einem Jahr durch Aufforderung von einem 

Père Blanche, Weisser Vater, Missionar. Resultat: Kathedrale von Kitega in Burundi 

  

- Anstellung bei Architekt Glaus in Zürich 

  

- Erhalten eines Autos als Geschenk der Fiat-Werke Turin. 

  

- Zufälliges Treffen mit den ersten Bauherrschaften in der Schweiz. 

  

- Und …... und ….... und 

  

Die Erfolge waren Resultate, die ich meiner Tüchtigkeit zuschrieb, die glücklichen Momente in meinem Leben waren „selbstverständlich“. Gott war nicht und nie präsent. Mein irdisches Ich-Bewusstsein war im Zentrum meines Lebens. Ich war ein ich-betonter, erfolgreicher materialistischer Mensch. 

  

Aber mein Gott wollte es nicht so lassen. Ich habe seine Zeichen nicht verstanden. Er musste mir eine Therapie eine „Rosskur“ verschreiben in Form meines Autounfalles als Mitfahrer am 16. September 1964 in Bellinzona. Er, der „grosse Manager“, hat es gut durchdacht und organisiert. Ich konnte nicht ausweichen, obwohl ich damals „Unsicheres“ spürte. Am Montag, 15. September 1964 kaufte ich ein Billett mit Platzreservierung im damals wunderbaren TEE-Zug „Gottardo“ für die Fahrt von Zürich nach Lugano. Ich wollte mit dem Zug nach Lugano fahren, um 14:00 Uhr auf der Piazza Riforma meinen zukünftigen Geschäftspartner treffen und einen grossen Architekten-Auftrag sichern. Am Montagabend telefonierte der Geschäftsfreund und bestand darauf, dass wir miteinander mit seinem Auto fahren sollen, um unterwegs uns besser kennenlernen zu können. Herr Veres war beleidigt dass ich mit dem TEE-EXPRESS fahren wollte. Nach langem Hin und Her musste ich – aus Interesse am zukünftigen Geschäft – einwilligen. So verunfallte ich in seinem Auto mit einer gültigen Zugfahrkarte in der Tasche. 

  

Seine Rolle war von PAPI (Gott) genau geplant. Ebenso die Rolle von Herrn Blank, dem Lastwagenchauffeur. Mein klinischer Tod war in der Regie Gottes beinhaltet, ebenso die Wiederbelebung durch Dr. med. Dindinger aus dem Schwarzwald mit seiner Frau Doris. 

  

Merkwürdige Umstände und eine Reihe von „Zufällen“ führten Dr. Dindinger und seine Frau genau in den richtigen Minuten mit der lebensrettenden Adrenalin-Spritze (Bayer-Präparat) zur Unfallstelle. Einige Minuten früher wären sie bereits vorbeigefahren, 2 Minuten später wäre biologisch die Wiederbelebung nicht mehr möglich gewesen. Dieses einzig mögliche „Zeitfenster“ von 2 bis 3 Minuten wurde genau eingehalten …... Resultat: mystisches Erlebnis im Tod. 

  

  

F. Unfallfolgen 

  

Es ist nicht neu, dass man durch den Tod, oder besser gesagt, durch eine Art von mystischer Erfahrung im todesnahen Zustand, neue Impressionen, Erfahrungen, ja sogar Erleuchtung erlebt. In diesem Zustand der Befreiung des Geistes von den Hemmnissen des Körpers und durch das Sich-Öffnen für die ursprüngliche Wahrheit geht im Menschen ein Individuationsprozess vor sich, Menschen, denen solche ausserhalb des physischen Raum-Zeit-Kontinuums angesiedelten Erlebnisse zuteil geworden sind, erhielten die Gnade, in einen Teil dieser Wahrheit persönlich eingeweiht zu werden und die erhaltenen Informationen als ganz persönliches Wissen in ihrem Wesen zu integrieren. Wer klinisch tot war und wiederbelebt wurde, weiss dass der Tod nicht zu fürchten ist, und weiss wie im Tod der Lebensfilm die grösste Herausforderung, die grösste Schule und die letzte Chance des ICH's ist, sich zu reinigen und sich unbelastet durch das verflossene irdische Leben hochzuschwingen. 

  

Es ist ein uralter Gedanke der Menschheit dass durch den Tod das „wahre ICH“ erst fähig wird sich für das höhere göttliche Wissen zu öffnen. So ist der Tod der Weg zur Einweihung. Durch ihn wird dem ICH das grösste Glück, die göttliche Erleuchtung zuteil. Es kann jetzt die kosmischen Zusammenhänge verstehen und auch den Sinn seines früheren Lebens erkennen. So kommt der Eingeweihte zum Licht und wird ein Teil des Lichtes …....... Gottes. 

  

Das persönliche Erlebnis sei hier betont. Das „Erlebte“ wird unvergesslich, es bleibt im ICH des Eingeweihten immer präsent und beeinflusst seine ganze Denkensweise. Alles wird von einem neuen kosmischen Standpunkt aus betrachtet, die materiellen Werte umgewertet und relativiert. Durch das Einweihungserlebnis im Tod wird der Betroffene weise. Er konnte Wissen erlangen, da ihm die geistigen Augen geöffnet wurden. Der im Tod Eingeweihte hat erfahren, dass „Gut“ und „Böse“ im Jenseits anders bewertet werden als im irischen Leben. 

  

Die Eingeweihten haben erlebt, dass im Tod Zeit und Raum aufgehoben werden. Weiterhin wurde ihnen bewusst, dass sie nach dem Tod am kosmischen Rhythmus teilhaben und dass das Phänomen des physischen Todes nur ein Aspekt der Transformationen des Ich-Bewusstseins ist, die jeder Mensch im Augenblick seiner Neugeburt im Jenseits erleben wird. So ist auch der bei manchen Einweihungsritualen symbolisch vollzogene Tod eine Neugeburt der Betreffenden. In diesem Zusammenhang wird auf das gesamte Auferstehungs-Gedankengut hingewiesen. 

  

Der Grundgedanke ist, dass die im Tod erhaltene Erleuchtung das Wesen des Betroffenen erschüttert und verändert. Mit neuem Wissen, neuen Kräften und neuen Erfahrungen kehrt er ins Erdenleben zurück – durch den Tod ins neue Leben, oder wie die Eingeweihten es wissen: durch den Tod ins ewige Leben! 

  

Der Tod ist ein grossartiges mystisches Erlebnis dadurch dass beim Sterbenden die letzte Wahrheit eröffnet wird. Es ist eine einmalige Situation, wenn ein Mensch – in sich selber – seinem Schöpfer begegnet. Diese letzte und ursprüngliche Wahrheit gleicht einer persönlichen Einweihung. Wenn man über die erfahrene unendliche Dimension nachdenkt, nimmt das Bewusstsein eine tief demütige Haltung ein. So ist er Tod meiner Meinung nach die letzte Erfüllung eines abgeschlossenen Erdeinlebens und gleichzeitig der Anfang in einer körperlichen Existenz, die wir nur erahnen können. 

  

Die Einweihung ist immer mit einem Schock verbunden. Dieses mystische Schock-Erlebnis ist nachhaltig und rüttelt die irdische Existenz auf, durchdringt den ganzen Körper, erschüttert die Seele und erleuchtet den Geist. So ist für mich mein Todeserlebnis zu einem Geschenk Gottes geworden. Dieses mystische Erlebnis kann ich nicht beschreiben – man muss es selber erfahren haben. Hier liegt das Geheimnis über das man schweigen sollte. Das Geheimnis stellt in allen alten und auch heutzutage praktizierten Einweihungsritualen ein grundlegendes Element dar, welches den einzelnen Menschen mit den unendlichen kosmischen Kräften und letztlich mit Gott verbindet. 

  

Ohne grosse Worte machen zu wollen, kann man wohl sagen, dass im Tod die „Erleuchtung“ möglich ist, denn plötzlich sieht man alles anders und versteht vieles. Schon am dritten Tag nach meiner Wiederbelebung habe ich begonnen meine Erlebnisse zu diktieren, die ich im klinisch toten Zustand erfahren habe, und dies ohne Morphin-Einfluss. Drei Monate lang skizzierte ich, schrieb ich und versuchte ich etwas von meinen Eindrücken – und das war viel zu viel – zu dokumentieren und festzuhalten. Mir wurde immer wieder klar: „ohne meinen Körper verstand ich alles, mit Körper kann ich nichts verstehen“. Vorher war ich ein vollkommen rationaler, in das Erdenleben eingebetteter, erdausgerichteter Mensch. Aber es kamen mir immer wieder diese zwei Begriffe in den Sinn: „irdisch“ und „kosmisch“. Das heisst, wir müssen irdisch hier leben, das Hier ist unsere Existenz. Wir müssen hier um unser tägliches Brot kämpfen, für unseren Wohlstand arbeiten, dafür, dass es uns besser geht. Wir sollen ein Maximum an Freude am Leben haben. So gesehen ist irdisch alles richtig. Andererseits ist der kosmische Aspekt, dass man anders denkt, dass man alles doch relativiert und nach der Grundlage des kosmischen Denkens handelt. Diese Grundlage ist die Liebe: die selbstlose bedingungslose Liebe als einziges Prinzip des Seins. 

  

Meine „Einweihung“, d.h. Die Nahtod-Erfahrung hat daher mein Leben vollkommen verändert. Ich lebe jetzt bewusster, auch im täglichen Leben. Ich trinke ein Glas Wein bewusster und geniesse es bewusster als früher. Die Werte beurteile ich als irdische Werte, aber bewusst, und geniesse sie als Geschenk Gottes. Und das ist alles richtig. Man soll sich selbst lieben, soweit man anderen keinen Schaden zufügt. Das ist die Grenze für Selbstliebe. Andererseits lebe ich auch bewusster „kosmisch“, denke bewusster und mache die Liebe zum Kriterium der Entscheidungen. Das ist meine Lebensphilosophie, und diese ist so einfach. Wir theoretisieren nur viel zu viel, denken viel zu viel. 

  

  

G.. Die ersten sieben Jahre nach dem Unfall, bis zum 51. Lebensjahr (1964 – 1971) 

  

Zurück zum Unfall 

  

5 ½ - 6 Minuten Herzstillstand, dann eine „zufällige“ Wiederbelebung. 

  

Das irdische Resultat: 

  

- 18 Knochenbrüche 

  

- 5 ½ - 6 Minuten Herzstillstand 

  

- 3 Jahre diverse Spitalaufenthalte 

  

- 11 Knochenoperationen 

  

- Verlust von finanziellen Reserven 

  

- Verschuldung bis zum Geht-nicht-mehr. 

  

- Verlust von allen JANKOSWISS-Patentgeschäften mit einem geschätzten 

Verlust von Fr. 1,314,000 

  

- Verlust meiner Architekturaufträge 

  

- Sehr viel Leid und Schmerz, während dem ich 2 mal ohnmächtig wurde. 

  

- Aufgabe meiner Spitzensport-Karriere im Segeln 

  

- Verlust von „Freunden“ …..... 

  

- Verlust der Glaubwürdigkeit (Psychiatrische Einlieferung) 

  

- Verlust der geistigen Unterstützung meiner Frau. Sie glaubte damals 

nicht, was ich im Tod erlebte 

  

- Gedemütigt, geschwächt, angeschlagen von allen Seiten 

  

- Alles irdisch Erarbeitete wieder verloren …..... 

  

- Ich glaubte schlussendlich nicht mehr daran, „normal“ zu sein 

und begann Test zu machen, 

  

Nicht nur die Situation in dieser Welt war völlig erschüttert, sondern auch mein Geist und meine Seele, d.h.mein ICH war völlig ins Durcheinander geraten. Ich glaubte gar nichts mehr. Ich hatte überhaupt keinen Anhaltspunkt mehr. Ich musste mich ganz neu orientieren. 

  

Meine Erlebnisse waren total anders, als ich es mir früher vorgestellt hatte. Gott war plötzlich wieder da – im Mittelpunkt. Aber wer war Gott? Wer bin ich? Warum bin ich? Was ist das Ziel meines Lebens? Gibt es Gesetze – allgemein gültige Gesetze? 

  

Diese und ähnliche Fragen quälten mich schon von Anfang an, als ich völlig eingegipst, an Apparate angeschlossen, irdisch eben noch dahinvegetierte. Dann begann ich Skizzen zu machen, unter anderem das graphische Bild meines Lebens: den „Ich-Trichter“ ….. 

  

…. und ich grübelte und grübelte. Ich wollte alles wissen. Mein klar denkender Kopf wollte verstehen ….. wollte wissen, was richtig und was falsch ist. Es folgten sieben schwierige Jahre. Ich hatte keine Ruhe, nirgends einen Anhaltspunkt. Was ich vorher erlernte und wusste, war alles ins Wanken geraten. Gottesbegriff, christliche Lehren und Bilder, Moral, Astrophysik, Kosmologie, Physik, Chemie bis zur Euklidischen Geometrie, Mathematik usw. Mit grossem Eifer wollte ich alles erfahren, erlernen. Gott sei dank, hatte ich mein Haus neben Lugano als Refugium, wo ich mich völlig zurückgezogen habe – mich allein quälte. 

  

Den Weg kann ich jetzt nicht ausführlich beschreiben. Nur einige Schlagwörter der mich damals brennend interessierten Themen. 

  

- Theologie, Gott, Existenz, Prinzip, Beweise. 

  

- Die Schöpfung, Entstehung des Universums, unser Planet darin. 

  

- Christliche Lehre, Bibel, Person Jesus: Gott oder Mensch? 

  

- Wer bin ich? 

  

- Sind wir dem Schicksal ausgeliefert? Wer bestimmt mein Schicksal? 

  

- Freier Wille – wo - wie weit? 

  

- Reinkarnation anhand meiner Erinnerungen. 

  

- Ziel des Lebens? 

  

- Sinn des Lebens? 

  

- Die verschiedenen Kräfte der verschiedenen Schwingungen: 

Strahlung, Magnetismus, Farben, Klänge, Töne, Gedankenkräfte, Telekinese. 

Kräfte des Kosmos: Sonne, Mond, Sterne, Planeten. 

  

- Leben, Tod und Existenz nach dem Tod, Spiritismus. 

  

- Astrologie, Handlesen, Pendeln, Kartenlegen, Tarot, I-GING, Wahrsagen, 

Hellsehen, Hellhören, Precognition, Kontakte mit dem Jenseits. 

  

- HUNA. 

  

- Bibelkunde. 

  

- Verschiedene Sekten, Religionsgemeinschaften und deren Bedeutung 

  

- Gesundheit, Krankheit, Heilung 

  

- Gebet, Meditation, Mandala, Mantra, Rituale 

  

- usw. 

  

Ich lernte fliegen durch ein „Zufall“. Ich war glücklich – allein über den Wolken zu sein, wo die Sonne immer scheint und mir das Gefühl der (fast) absoluten Freiheit auch von alten Denkmustern, Dogmen, Regeln usw. verleihen konnte. 

  

Aber meine Verzweiflung wuchs und wuchs immer mehr, bis ich nicht mehr weiter wusste. Ich wurde immer gläubiger ….. aber ER wollte mir nicht direkt helfen, mich nicht fest führen. Ich war verzweifelt. Ich fühlte mich allein gelassen. 

  

So bekam ich Selbstmordgedanken als Ausweg aus einer auswegslosen Situation. 

  

Einmal bestieg ich eine kleinste, 2-plätzige Cessna 150-er bei starker, stürmischer Bise (Nordwind) und startete zu einem Tagesausflug. Ich stieg bis 4000 m hoch – dann liess ich die Steuerung los. „Dein Wille geschehe – ich kann nicht weiter“ ….. betete ich. Ich taumelte und taumelte über dem Berg Monte Lema. Den Absturz hatte ich programmiert und akzeptiert. Der Wind riss das steuerlose Flugzeug hin und her. Die Erde näherte sich immer schneller. Noch einige Sekunden ….. und ich bin erlöst, dachte ich. Dann plötzlich wurde es rundum ruhig und ich hörte eine definitive, liebevolle Stimme, die zu mir sprach: „du musst leben, dein Auftrag ist es, jetzt alles zusammenzutragen und es zu veröffentlichen.“ Ich befand mich im Windschatten von Monte Lema, die Cessna flog ruhig – bin ich gerettet? Ich hatte Angst gekriegt und landete sicher. 

  

Dann ging ich ans Organisieren, logisch zu denken und alles zu ordnen. Kapitel um Kapitel die Gedanken zusammenzufassen. Es dauerte sieben Jahre (1964 – 1971). Eine transzendentale Bestätigung durch meinen Freund Imre aus dem Jenseits bestärkte mich, dass alles, was ich ehrlich beschrieben hatte, stimmte, der Wahrheit entspricht, realistisch ist. 

  

Ich wollte alles veröffentlichen, doch zunächst nahm keine Zeitschrift meine Artikel über meine Nahtod-Erlebnisse an. Dann aber plötzlich, im Jahre 1971, erschienen Artikel über mein Todeserlebnis innert 3 Monaten mit Name und Adresse in: 

  

- Esotera (deutsch) 

  

- Parapsychica (italienisch) 

  

- Astral (französisch) 

  

- Parapsychical review (englisch) 

  

Ich hatte nichts zu verbergen. 

  

Plötzlich war „der Teufel los“. Briefe aus aller Welt trafen bei mir ein. Von Schulmedizinern erfolgte Kritik. Ich stand allein da. Die ersten TV-Diskussionen in Hamburg (1976) war eine Niederlage. Schulmediziner und Professoren haben mich „an die Wand gedrückt“, alle meine Erlebnisse als Halluzination, als Fehlfunktionen des Gehirns wegen Sauerstoffmangel abgetan. 

  

  

H. Nächste 2 x 7 Jahre der Umwandlung, bis 65. Lebensjahr (1971 – 1978- 1985) 

  

Bis 1978 vergingen wieder sieben Jahre, bis der Durchbruch in Innsbruck kam. Es war ein Mondjahr. Zum Internationalen Kongress von Imago Mundi wurde ich eingeladen,als erster über den Tod zu reden. Ich war plötzlich im Mittelpunkt., da ich der erste war, der es wagte alles offen zu sagen und zu schreiben. Ich hatte doch die Bestätigung von Imre, dass alles so ist, wie ich es erfahren hatte. 

  

Im Jahre 1981 erfolgte eine andere wunderbare mediale Bestätigung durch eine ganz spezielle Hellseherin. Heide, die mich ermunterte, immer mehr vor die Öffentlichkeit zu treten. Sie sagte mir voraus, dass ich mich nach Beendigung meiner grossen Architektur-Aufträge voll mit geistigen Fragen beschäftigen soll. Dies sei mein kosmischer Lebensauftrag, die Menschen aufzuklären. Ich war voll mit Grossaufträgen im Nahen Osten beansprucht. Aber ich hatte bereits eine Perspektive für die Zukunft im geistigen Bereich. Die laufenden grossen Arbeiten dienten für mich zur Konsolidierung meiner irdischen Existenz. Diese architektonischen Aufgaben haben mich zuerst voll beansprucht. Die Planung neuer Städte: Abu Nussair (Jordanien), Assir (Saudi Arabien), die architektonische Gestaltung des drittgrössten Fernsehturms der Welt (Kuwait) (der auf dem 5-Dinar-Geldschein sogar als Wahrzeichen des Landes abgebildet wurde); planen von 7 Moscheen und vielen öffentlichen Gebäuden in den arabischen Ländern, dann die Planung der Insel Albarella (Italien) als Ferieninsel bei Venezia ….. 

  

Alle diese Arbeiten dienten zur drückenden Schuldensanierung, der Folge meines unfallbedingten Arbeitsausfalles bis 1985. 

  

Inzwischen wurde 1984 das FORUM HOMO HARMONICUS gegründet und ist seitdem spontan gewachsen, als Basis meiner geistigen Arbeiten. 

  

  

I. Pensionierung im Jahre 1985: „Ich bin Senior“ mit 65 Jahren 

  

Sieben Jahre später 1985 war wieder ein Mondjahr, als ich den nächsten Schock meines Lebens erlebte: ich wurde pensioniert mit der minimalsten staatlichen AHV-Rente. Ich hatte kein Einkommen mehr, da alle grossen Aufträge auf einmal entfallen sind. Keine existentiell finanzielle Basis war da, keine Ausicht auf Arbeit oder die Möglichkeit auf irgendwelches Einkommen! 

  

Alles kam so plötzlich: gestern war ich ein gut dotierter Architekt und Planer. Und heute ….. bin ich niemand mehr! - nur ein „Senior“! 

  

Wahrlich, ich hatte überhaupt keine irdisch finanzielle Basis. Grosse Panikstimmung kam auf. Meine Frau und ich – wir hatten plötzlich Existenzangst. Ich erhielt von allen Seiten Vorwürfe, dass ich leichtsinnig sei und für das Alter keine vorsorglichen Massnahmen getroffen hätte. Es gab grosse Spannungen in der Familie. 

  

Es folgten drei Tage Klausur mit mir selbst. Dann spürte ich meine kosmischen Aufgaben. Mein Weg ist Gott zu dienen, das wurde mir klar. Und wenn Gott mein PAPI, so will, wird er mir dafür die existenzielle Basis verschaffen! Ich muss nur volles Vertrauen in Ihn haben! Ich dachte an meine Begegnung mit Heide im Herbst 1981 in Rorschach. Das von ihr gesegnete Wasser in einer offenen Flasche ist immer noch ungetrübt kristallklar. So entschloss ich mich auf dem Weg Gottes zu gehen: Dein Wille geschehe! Ich muss die glänzende Rolle als Architekt, so wie damals als Spitzensportler, loslassen, aufgeben. Mein geistiger Weg wurde mir kristallklar. 

  

Aber die Finanzen? - fragte ich meinen PAPI. Und die Antwort kam auch ganz deutlich: „Habe keine Sorgen wegen des Geldes. Ich sorge dafür dass du immer genügend hast – aber nie zu viel. Ich werde dein Buchhalter und Finanzberater sein.“ So war die Botschaft. Es war nicht leicht., die irdischen Argumente zu widerlegen und meine Existenz voll in die Hände Gottes zu geben. 

  

Volles Vertrauen ist seither meine Devise. 

  

Ich dachte nicht voraus. Ich hatte keine Panikstimmung. Ich konnte meine Frau beruhigen …. und ich schrieb Bücher. Als Referent und Seminarleiter wurde ich immer öfters eingeladen. Und, obwohl nicht geplant, war immer genügend Geld vorhanden. Auch meine Frau hat hart gearbeitet und so mitgeholfen, unsere finanzielle Existenz zu sichern. Das FORUM wurde immer mehr frequentiert. Immer wieder wurden hilfsbereite Menschen angezogen. Ohne Werbung ging es weiter. 

  

Ich nahm diese Herausforderung an und bin vollständig ein Handlanger Gottes geworden. 

  

  

K. Konsequenzen (1985 – 1999) 

  

Nach diesen irdisch gesehen tragischen Ereignis 1964 in Bellinzona, d.h. Nach der wunderbaren Begegnung mit dem LICHT – mit Gott habe ich mein Leben völlig verändert. Nach 7-jährigem Suchen, Zweifeln, Denken, Theoretisieren konnte ich schlussendlich zum Ursprung zu der Quelle vorstossen ….... und dort fand ich die Wahrheit, die pure einfache Wahrheit für mich. Und diese Wahrheit ist überwältigend. Diese Wahrheit ist einfach, natürlich. Diese Wahrheit ist nicht im irdischen, sondern im Göttlichen zu Hause. Diese Wahrheit ist Gott. 

  

Und wer ist Gott? Er ist die einzige Wahrheit! Er ist das Gesetz der gesamten Schöpfung. Gott ist das eine Gesetz und alle Gesetze überhaupt zusammen sind Gott. Dieses Gesamtgesetz des Seins, der Entwicklung von allem was ist, ist die einzige Wahrheit. Wir bezweifeln in irdischen Bereichen immer alles. Deshalb forschen wir ständig, theoretisieren wir, suchen wir neue Erklärungen, stellen wir neue Hypothesen auf um ein Gesetz zu finden. So lenken wir uns immer mehr vom Grund des einen Gesetzes – von Gott - ab. 

  

Einstein sagte in einem Interview nach der Veröffentlichung seiner grandiosen Relativitätstheorie, in der er einfach alle Naturgesetze zusammenfassen wollte, „je einfacher die Antwort ist, desto mehr spürt man Gottes Gedanke“ …...... Gottes Gesetz ist einfach, natürlich, selbstverständlich. 

  

Wenn man so weit ist, wird aus dem überheblichen, Ego-betonten, denkenden Menschen ein demütiges ICH-BIN-SELBST-Bewusstsein werden. Dieser Mensch wird dann spüren, dass das ursprüngliche, unpersönliche, universale kosmische Allbewusstsein das Prinzip ist, das wir Gott nennen. Gott ist universal, einheitlich, der Ur-Sprung, die statische Ruhe. 

  

Alles ist Gott. Alles was existiert, ist Gott. Ich bin deshalb auch ein Teil Gottes. Was für eine grossartige, erhabene Erkenntnis ist es – und was für eine demütige Grundhaltung ist die Folge dieser Erkenntnis! 

  

Diese demütige Grundlage erlaubt uns Menschen, uns zu entwickeln, durch mehrere Inkarnationen, bis wir uns ganz in Gott vereinigen können, wir in die Einheit zurückkehren können. Es gibt nichts ausser dieses Bewusstseins. 

  

Wenn ich meine totale Wandlung als Mensch zusammenfassen möchte, sind diese Folgegedanken als Stufen zu erkennen: 

  

1. Demütige Haltung gegenüber Gott, der alles, alles ist.... 

der das Gesetz der Schöpfung selber ist …., der Träger der 

einzigen Wahrheit ist – und ER ist die Manifestation der LIEBE 

  

2. Ich lebe noch. Der Mensch als eine Persönlichkeit manifestiert sich 

nur in der Zeitspanne zwischen Geburt und Tod. Dann kehrt er wieder 

in die unmanifestierte Warte-Position bis zum nächsten Leben zurück. 

Leben und Tod bilden eine Kette für Entwicklung. 

  

3. Jede Inkarnation birgt grosse Chancen der Entwicklung. Alles ist nützlich 

für einen Menschen. Wir können unsere stufenweise Entwicklung selber 

gestalten; die Parameter des Lebens selber wählen. Gott hilft uns immer. 

So bin ich ein individuelles Bewusstsein. 

  

4. Wenn ich Gott als meinen Schöpfer anerkenne, meiner Abhängigkeit 

bewusst bin, kann ich ein unendliches persönliches Grundvertrauen 

IHM gegenüber entwickeln. ER ist dann mein Abba – wie ER es für 

Jesus war, Väterchen für mich persönlich als mein lieber PAPI. 

  

5. Wenn ER mein PAPI, mein Schöpfer und Träger der einzigen Wahrheit, 

der Liebe ist, so kann ich mit vollem Vertrauen alles, was von IHM entsteht 

als Zeichen seiner Liebe erkennen, akzeptieren und kann voll zustimmen: 

„Dein Wille geschehe“, auch wenn wir irdisch anders denken würden. 

  

6. „Geheiligt sei Dein Name“ des Vaterunsers hat eine tiefe symbolische 

Bedeutung: ER ist das eine Gesetz. Sein Name wird geheiligt, falls 

wir sein Gesetz befolgen, und zum Durchbruch verhelfen, wie im Himmel 

so auf Erden. Ziel der ganzen Schöpfung ist die Verwirklichung dieses 

Gesetzes Gottes. So ist das Ziel meiner Existenz, im Stillen für PAPI zu 

arbeiten. Alles – alles was wir im irdischen Alltag tun, soll getan sein für 

SEINE- Verherrlichung, zur Verwirklichung des einen Gesetzes. Deshalb 

sollen wir als Leitfaden immer vor unseren Augen halten; ich arbeite für 

PAPI. Ich bin Handlanger (nicht Prophet, Guru, Avatar, Lehrer, Führer 

Priester, Auserwählter etc.) sondern Handlanger Gottes. 

  

7. Wenn man die Welt erblickt hat, wenn man zu der Quelle der Wahrheit 

vorgestossen ist, wenn man Gott „PAPI“ nennen kann, dann ist ER im 

Mittelpunkt des Lebens und alles – alles rund um uns herum sollen wir 

relativieren, d.h. nicht zu wichtig nehmen. Ich arbeite für Gott und nicht: 

ich für mich und für mein irdisches Wohl. So sind Wohlstand, irdisches Glück, 

Geld, Ruhm nun nicht mehr so wichtig, neben dem Ziel von PAPI. 

  

8. Der Grundgedanke von PAPI ist das einzige Prinzip, die grösste Kraft in 

der Schöpfung: die Liebe. So ist die LIEBE, die wir leben und so erleben sollen. 

  

Wir kennen die dreifache Liebe: 

  

- Liebe PAPI gegenüber, d.h. Mit demütiger Haltung voller Vertrauen arbeiten 

für seine Verherrlichung, auch im normalen Alltag. Damit bereite ich IHM 

Freude und verherrliche seinen Namen. 

  

- Liebe mein göttliches ICH-SELBST heisst, ich anerkenne Geist / Seele / Körper 

so, wie sie sind. Ich versuche bewusst, hier und jetzt mir selber Freude zu bereiten. 

Ich vergebe auch mir selber, ich akzeptiere mich wie ich bin – und so bin ich 

goldrichtig und geliebt. 

  

- Liebe meinen Nächsten heisst auch: akzeptieren, tolerieren, vergeben, fördern, helfen 

und bewusst Freude bereiten. Niemals verletzen, niemanden auf irgendwelcher Art 

Schaden zufügen. Auch meine Gegenspieler lieben: „trotzdem“ lieben. 

  

9. Mich meiner Inneren Stimme anzuvertrauen und diese als Führung Gottes 

zu anerkennen. Die Innere Stimme, d.h. Die Führung unbedingt und 

bedingungslos zu befolgen – auch wenn der Kopf (das Ego) diametral anders 

empfindet. 

  

10. So lebe ich in ständigem Kontakt mit meinem PAPI. Wenn ich voll mit Liebe 

gefüllt bin, hat es keinen Platz in mir für negative Schwingungen. Falls sie doch 

kommen – überwinde ich diese mit der grössten Kraft des Universums: mit Liebe, 

überschüttet mit Licht. Dann ist Gott bei mir präsent, vom Morgen bis zum 

einschlafen. So wird der ganze Tag ein Gebet, eine Meditation. 

  

„Betet ohne Unterlass“, waren die Worte Jesus. Dies ist der Weg zur inneren Harmonie, 

Glückseligkeit. 

  

Ich zitiere Gothama, der Buddah geworden ist: 

  

„Du bist nicht auf Erden, um unglücklich zu werden, 

doch das grösste Glück ist der innere Frieden. 

Versuche ihn zu finden: 

  

Überwinde dich selbst (d.h dein Ego), dann wirst du 

die Welt überwinden (d.h. Die irdische Welt in den Griff 

bekommen) und dadurch dein göttliches, wahres 

ICH-SELBST finden.“ 

  

Seit dieser Zeit versuche ich, als demütiger Diener Gottes, so weit es menschlich möglich ist zu leben und meine damals selbstgewählten Aufgaben und die neuen Aufgaben: alles weiterzugeben, zu erfüllen. 

  

  

L. EPILOG 

  

Am 11. September 1999, im Mondjahr 

  

Vor 35 Jahren, als ich über dem schwarzen Strich kurz in die raum- und zeitlosen Sphären hineinschauen durfte, wo alles ist, wo die Vergangenheit und Zukunft als Gegenwart ist ….., 

habe ich die Durchsage erhalten, dass ich bis 11. September 1999 Zeit habe, alles was ich dort (hier) erfahren habe, auf der Erde zu verkünden. Ich würde dann in Zürich, in meiner 

(damals noch nicht existierenden) neuen Wohnung nachmittags um 14:00 Uhr in meinen Bett allein sterben. 

  

So richtete ich mein Leben auch ein. In meiner neuen Wohnung fand ich die Stelle meines Bettes. Ich beruhigte alle um mich sorgetragenden Personen „dass ich sicher sei, dass ich noch lange leben werde“. So hatte ich keine Angst, mit meinen „Alfa“ schnell zu fahren, mt dem kleinen Flugzeug Flugakrobatik zu üben und Luft Fotos zu machen, auf hohe See im Ozean im Sturme durchzusegeln ….. 

  

Ja ich habe noch 25, 20, 15, 10, 5 Jahre usw., dachte ich. Aber der Count-down rückte näher und näher zu diesem Zeitpunkt. Entsprechend der Erwartung des Todes am 11. September 1999 konnte ich meine Lebensphilosophie entwickeln, Sterbebergleitungs-Seminare durch meine Erlebnisse gestalten, meine Arbeit planen und ohne gesicherte finanzielle Zukunft leben. 1999 – ein Mondjahr – wie 1964 – nur fünf Mondjahre später. Gelassen lebte ich diesem Datum entgegen. Ich versuchte, meine neuen Lebensprinzipien entsprechend zu leben. Den Tod habe ich in mein Leben integriert. Ich hatte und habe keine Angst vor ihm. 

  

Anfangs des Jahres 1999 wurde die Existenz des FORUMS in Frage gestellt, weil meine Frau ihre Arbeitsstelle verlor und diese Einkommensquelle nun fehlte. Aufgeben, alles liquidieren, schliessen - und dann im September sterben – war mein Fahrplan. Dann anfangs Mai in Einsiedeln, während des intensiven Seminars in Klausur, bekam ich „von oben“ die Weisung: „FORUM nicht aufgeben! Mache Plan und Programm für das Arbeitsjahr 1999 / 2000! Du wirst und sollst es durchführen. Der Termin vom 11. September 1999 ist aufgehoben. Du hast noch Aufgaben! Auch ein Buch über Gebet und Meditation solltst du noch herausgeben“. 

  

So war es! Dann leitete ich – anstatt die Liquidation des FORUMS – die Rettungsaktion ein, welche eine nicht erwartete Solidarität zeigte und das Bestehen des FORUMS mindestens noch ein Jahr sicherte. 

  

Es war mir bewusst, dass ich noch nicht sterben werde. Ja – aber eventuell doch …...? Ich war eigentlich verunsichert. Deshalb habe ich am 11. September 1999 alles vorbereitet für den Tod, 

  

irdisch: 

  

- Meine Frau für den ganzen Tag weggeschickt. 

  

- Mein Sterbebett hergerichtet 

  

- Ich kochte mir ein ungarisches Nudelgericht und trank dazu ungarischen Wein. 

  

- Ich genoss das Leben in der Sonne. 

  

- Keinen Abschiedsbrief habe ich vorbereitet, jedoch eine 

Kassette besprochen. Ich war bereit zu gehen. 

  

- Dann legte ich mich hin und schlief ein in himmlischer Ruhe. 

  

Ich habe mich mit Gott, mit mir selber und mit allen Menschen auf dieser Welt ausgesöhnt. Ich fühlte mich als ein Teil der Natur – ich war in einer himmlischen Ruhe-Situation, in Harmonie mit der ganzen Schöpfung. Ich war glücklich. Den inneren Frieden konnte ich erleben. 

  

…... und als ich aufwachte …... habe ich gestaunt darüber, dass ich noch lebte. Dann kam ein Telefonanruf; „Ja mir geht's gut“, war meine Antwort. Dann rief einer meiner Töchter an. Sie wusste, dass der Tod aufgeschoben ist, aber sie wollte doch meine Stimme hören …. 

Dann rief die zweite Tochter an ….. 

  

So akzeptiere ich mein Leben, meinen Auftrag, weiterhin die Liebe zu verkünden. Ich bin dankbar für jeden Tag, jede Stunde …... und ich bin dankbar und glücklich, dass ich eine liebe Familie und so viele liebe Freunde habe. 

  

So diene ich weiterhin PAPI auch mit der Unterstützung meiner Familie und meiner lieben Bekannten. 

  

Zürich, 26. Januar 2000 

  

am 80. Geburtstag 

  

Stefan